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Finanzierung der Städel-Erweiterung und Altbausanierung abgeschlossen

Einen Monat vor der Eröffnung des Städel-Erweiterungsbaus für die Präsentation der Gegenwartskunst und nach der Wiedereröffnung des sanierten Altbaus Ende 2011 ist die Finanzierung des Gesamtprojekts abgeschlossen. Den Schlusspunkt setzte heute der Städelsche Museums-Verein mit der Übergabe eines Schecks in Höhe von drei Millionen Euro. Die Spende erfolgte dank zahlreicher Beiträge von Mitgliedern, Benefizmitgliedschaften, kreativen Veranstaltungen sowie zweier privater Großspenden in jeweils siebenstelliger Höhe.

Dorothea Apovnik — 25. Januar 2012
Der Geschäftsführende Vorstand des Städelschen Museums-Verein übergibt dem Städel einen Scheck in Höhe von drei Millionen Euro. Auf dem Foto: Max Hollein, Prof. Dr. h. c. mult. Nikolaus Schweickart, Sylvia von Metzler, Priv.-Doz. Dr. Andreas Schmidt-Matthiesen,  Dr. Gerhard Hess (v. l.)

Der Geschäftsführende Vorstand des Städelschen Museums-Verein übergibt dem Städel einen Scheck in Höhe von drei Millionen Euro. Auf dem Foto: Max Hollein, Prof. Dr. h. c. mult. Nikolaus Schweickart, Sylvia von Metzler, Priv.-Doz. Dr. Andreas Schmidt-Matthiesen, Dr. Gerhard Hess (v. l.)

Das rund 52 Millionen teure Projekt (34 Millionen Erweiterungsbau, 18 Millionen Sanierung des Altbaus) wurde durch die beispiellose Unterstützung von Unternehmen, Stiftungen und zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern zu 50 Prozent (rund 26 Millionen Euro) aus privaten Mitteln und zur anderen Hälfte aus öffentlichen Geldern finanziert. Im Rahmen der vom Städel initiierten Kampagne „Frankfurt baut das neue Städel“ fanden in den vergangenen zweieinhalb Jahren zahlreiche Aktionen zur Unterstützung der größten baulichen und inhaltlichen Erweiterung in der knapp 200-jähringen Geschichte des Museums statt. Der Erweiterungsbau wird dem Publikum erstmals am 25. und 26. Februar 2012 im Rahmen von Tagen der offenen Tür präsentiert.

Die Finanzierung der Städel-Erweiterung

Die Zusage der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, den Neubau mit einer Summe von sieben Millionen Euro zu unterstützen, legte im September 2007 den finanziellen Grundstein für das Erweiterungsprojekt des Städel Museums. Das Frankfurter Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. und die Familie Metzler gaben im September 2008 bekannt, das Städel Museum bei der Realisierung des Erweiterungsbaus mit einer Spende von drei Millionen Euro zu unterstützen. Zu den Hauptförderern des Projekts zählen außerdem KPMG, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft (1 Million Euro), PricewaterhouseCoopers (500.000 Euro), die Deutsche Bank (500.000 Euro), das Immobilienunternehmen Tishman Speyer (500.000 US-Dollar), die Fazit-Stiftung (250.000 Euro) sowie die Royal Bank of Scotland (100.000 Euro).

Große Anerkennung gilt auch den privaten Mäzenen, die das Projekt substanziell vorangetrieben haben. Die Familie Erivan Haub stellte für das Städel die großzügige Summe von 500.000 Euro bereit. Fritz und Waltraud Mayer unterstützten das Haus mit 400.000 Euro und stifteten darüber hinaus wichtige Werke aus ihrer Privatsammlung. Hilmar Kopper und Brigitte Seebacher beteiligten sich mit einer viertel Million Euro, die Ehepaare Josef und Pirkko Ackermann, Carlo und Karin Giersch, Jochen und Brigitte Hückmann sowie die Familie Merz jeweils mit 100.000 Euro am Erweiterungsprojekt. Darüber hinaus wurde die Städel-Erweiterung von privaten Spenderinnen und Spendern, die nicht genannt werden möchten, in Millionenhöhe unterstützt.

Die Finanzierung des Gesamtprojekts wurde ebenso von der öffentlichen Hand mitgetragen. Die Stadt Frankfurt beteiligte sich mit 16,4 Millionen Euro (11,4 Millionen Euro Altbausanierung, fünf Millionen Euro Erweiterungsbau). Für den Erweiterungsbau kamen außerdem aus den Mitteln des Hessischen Sonderinvestitionsprogramms fünf Millionen Euro und aus Haushaltsmitteln des Landes Hessen eine Million Euro hinzu. Im Juni 2009 verlautbarte die Stadt Eschborn, sich mit insgesamt vier Millionen Euro an der Finanzierung des Erweiterungsbaus zu beteiligen.

Das Städel Museum dankt allen, die sich auf so großzügige und engagierte Weise für das Projekt der Museumserweiterung eingesetzt haben, herzlich.

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